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Whey Protein Hydrolysat (WPH)

Whey Protein ist das wohl bekannteste Nahrungsergänzungsmittel, speziell im Bereich des Muskelaufbaus und Kraftsports. Die Auswahl an Produkten mit dieser Form des Eiweißes ist schier endlos: ob in Protein Shakes, in Riegelform oder in Gebäcken. Doch was ist das eigentlich? Das Wort Whey Protein stammt aus dem Englischen und bedeutet Molkenprotein. Molke ist ein Nebenprodukt, welches bei der Käseherstellung entsteht und setzt sich aus vielen verschiedenen Bestandteilen zusammen. Fast zu 90 % aus Wasser und zu knapp 4 % aus Milchzucker und ein kleiner Teil aus Milchfetten. Der Rest besteht aus verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen. Und eben bis zu 5 % aus Eiweiß. Dieses wiederum untereilt sich in das Casein, was hierbei nicht weiter behandelt werden soll, und zu ca. 0,6 % aus Molkenprotein, eben das Whey.

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Um das Whey Protein herauszufiltern, wird der PH-Wert so verändert, dass sich das Casein förmlich abspaltet und das unveränderte Whey zurückbleibt. Nun wird das Eiweiß getrocknet, bis das uns bekannte Pulver entsteht. Jedoch befindet sich darin im Normalfall noch ein großer Anteil an Zucker und Milchfetten. Nun führt man die sogenannte Ultrafiltration aus. Durch das Verringern der Zucker-, Fette- und Spurenelementevorkommen, erhöht man den Grad der Proteinkonzentration und man erhält das bekannte Whey Konzentrat.

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Bei einer Eiweißkonzentration von über 88 % spricht man vom Whey Isolat, doch darüber später mehr. Das Molkenprotein ist mit seinen 9 verschiedenen Aminosäuren in der Lage, im Körper jedes lebenswichtige Protein zu synthetisieren. Man nennt diese auch essentielle Aminosäuren. Da jeder Sportler einen erhöhten Proteinbedarf hat, gestaltet es sich als sinnvoll dieses zu supplementieren. Doch warum ausgerechnet Whey Protein? Zum einem ist es ein sehr gut verträgliches Protein für den menschlichen Körper: Das sieht man beispielsweise daran, dass 60 % des Eiweißes aus der Muttermilch, aus Whey Proteinen bestehen. Zum anderen bietet Whey, im Gegensatz zu anderen Proteinsorten, einen eindeutigen Kostenvorteil. Ein Kilogramm Reisprotein kostet im Durschnitt circa 50 Euro, ein Kilogramm Whey Protein hingegen, knapp die Hälfte. Zudem schmeckt Whey einfach und lässt sich am besten in verschiedene Gerichte integrieren.

Whey Protein Hydrolysat – Das Reinste des Reinen

Doch was genau hat es mit dem Whey Hydrolysat auf sich? Um das zu verstehen, müssen erst einmal die Begriffe Konzentrat und Isolat erklärt werden. Wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich bei Zusammensetzungen mit unter 88% Molkenprotein um Konzentrat. Bei über 88% handelt es sich um das sogenannte Whey Isolat Eiweiß. Das Isolat ist also nichts anderes als eine noch reinere Form des Proteins. Anders als das Konzentrat Eiweiß besitzt das Isolat also somit fast kein Milchzucker, also keine Kohlenhydrate, und keine Fette, welches es besonders für die Diät geeignet macht. Ein weiterer Vorteil: Whey Isolat enthält keine Laktose, weswegen Menschen die eine Unverträglichkeit aufweisen, darauf zurückgreifen können. Für die Herstellung des Isolats gibt es aktuell zwei gängige Verfahren. Die Mikrofiltration und den Ionentausch. Bei der Mikrofiltration werden Keramikfilter eingesetzt und fungieren als eine Art Sieb für das Protein. Diese Art der Herstellung ist nicht-chemisch und schützt die Bioaktivität des Proteins (Verwertbarkeit für den menschlichen Körper).

Die andere Methode, der Ionentausch hingegen, ist ein chemischer Prozess. Dabei wird die elektrische Spannung der Eiweißmoleküle so beeinflusst, dass diese von der Laktose und den Fetten abgetrennt werden können. Zwar können so enorm hohe Proteinkonzentrationen, bei extrem niedrigen Anteilen von Kohlenhydraten und Fetten erreicht werden, jedoch leidet durch den Einsatz von Chemikalien wie Hydrochloridsäure oder Natriumhydroxid die Bioaktivität des Proteins darunter. Welche Art der Isolatherstellung nun besser ist, liegt immer an den Bedürfnissen des individuellen Konsumenten.

Nun wurde jedoch immer noch nicht geklärt, wobei es sich bei dem Whey Protein Hydrolysat handelt. Sie ist die dritte und am wenigsten bekannte Form des klassischen Whey Proteins. Hierbei kommt noch ein letzter Bearbeitungsschritt hinzu. Ein Protein besteht grundsätzlich aus Peptiden, welche wiederum aus den einzelnen Aminosäuren bestehen. Die Aminosäuren stellen folglich die kleinste Einheit dar. Damit der Körper ein Protein verwerten kann, muss er an die einzelnen Aminosäuren kommen, um diese wieder zu den gewünschten Proteinen synthetisieren zu können. Dabei muss er das Protein in die Peptide spalten und diese wiederum in die einzelnen Aminosäuren verdauen. Erst dann gelangen sie in den Blutstrom und können verarbeitet werden. Das ist für den Körper mit einer Menge Energie und Arbeit verbunden. Genau hier liegt der Vorteil des Whey Hydrolysat: Es liegt in Peptiden vor. Damit wird dem Körper die Verdauungsarbeit größtenteils abgenommen und die Aminosäuren gelangen merklich schneller in die Blutbahnen. Den Vorgang dieser Spaltung bezeichnet man als Hydrolyse. Whey Hydrolysat bezeichnet also die reinste Form des Whey Proteins mit einem Anteil von über 95 %, welches zudem aus Peptiden besteht. Es ist folglich auch das Eiweiß mit dem geringsten Anteil von Zucker und Fett.

Typische Nährwerte eines Whey Protein Hydrolysats (je 100g)

Selbstverständlich weicht die Nährwerttabelle von Produkt zu Produkt ab. Anbei jedoch die Zusammensetzung eines typischen Whey Protein Hydrolysats und dessen Aminosäureprofil.

Nährwerte

    • Brennwert 300kcal
    • Fett 3g
    • davon gesättigte 1,5g
    • Kohlenhydrate 1g

davon Zucker 1g

  • Protein 95g
  • Salz 1g

Aminosäureprofil

Vorteile des Whey Hydrolysats

  • Verträglichkeit: Wie schon festgestellt, ist Hydrolysat das reinste aller Whey Proteine. Damit verbunden ist auch eine bessere Verträglichkeit für die meisten Menschen. Da die potenziell allergenen Komponenten wie zum Beispiel Laktose auf ein Minimum reduziert werden, ist es die beste Wahl für Menschen, die auf diese spezifischen Stoffe mit Unverträglichkeit oder sogar allergisch reagieren. Falls der Konsument also Probleme mit dem Einnehmen von auch aus Molke hergestellten Konzentraten oder Isolaten hat, sei es ihm zu raten, sich mit Hydrolysat zu probieren, welches in den meisten Fällen Besserung verspricht, ohne auf die Vorteile der Eiweißergänzung verzichten zu müssen.
  • Proteinsynthese: Eine Studie von B.Pennings wurde Whey Hydrolysat mit Casein Protein und dem dazugehörigen Casein Hydrolysat verglichen und erforscht, welches Protein am schnellsten in die Blutbahn gerät. Hierbei gewann das Whey Hydrolysat auf Platz Eins das Rennen. Das hat vor allem im Bereich des Muskelaufbaus den Vorteil, dass es am schnellsten der Proteinbiosynthese zur Verfügung steht. Das bedeutet: Aus den gewonnenen Aminosäuren können am effizientesten Proteine zur Muskelhypertrophie (Muskelquerschnittsvergrößerung) gebildet werden. Zudem wurden in einer weiteren Studie die Auswirkungen des Whey Hydrolysat in Bezug auf die Muskelregeneration erforscht. In dem Versuch fand man heraus, dass Probanden, welche das Hydrolysat konsumierten knapp nach 6 Stunden wieder leistungsfähig. Das ist enorm viel schneller als bei vergleichbaren Produkten, wie dem Casein oder dem Casein Hydrolysat.
  • Aminosäureprofil: Whey Protein Hydrolysat weist einen besonders hohen Anteil an BCAA’s und EAA’s auf. BCAA’s steht für „Branch-Chain-Amino-Acid“ und bedeutet so viel wie verzweigtkettige Aminosäuren. EAA’s hingegen steht für „Essential-Amino-Acid“ und sind die bereits erwähnten essentiellen Aminosäuren, welche für den Körper lebensnotwendig sind. Diese beiden Paare spezieller Aminosäuren bieten große Vorteile im Bereich des Kraftsportes und unterstützen den Muskelaufbau enorm. Darauf wird im nächsten Abschnitt näher eingegangen.

Whey Protein Hydrolysat im Muskelaufbau

Die Proteinaufnahme ist für den menschlichen Körper essentiell um lebenswichtige Maßnahmen, wie dem Herstellen von Hormonen und dem Transportieren von Nährstoffen, aufrecht zu erhalten. Aber eben auch um Zellgewebe, wie zum Beispiel auch Muskeln, aufzubauen. Normaltätige Menschen sollten sich an einer Eiweißaufnahme von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht orientieren. Da Sportler jedoch einen weitaus höheren Bedarf an Eiweiß haben, sollten sie sich eher an der Faustformel von 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht orientieren. Gerade für den Muskelaufbau kann dieser Bedarf noch sehr viel höher sein, da der Aufbau von Muskelgewebe keine lebenswichtige Maßnahme für den menschlichen Organismus darstellt. Damit der Körper sich diesen „Luxus“ also „erlaubt“, muss man ihm so viel Eiweiß zur Verfügung stellen, dass dieser auf eine Art Überschuss zugreifen kann.

Normale Ernährung bedient meist diesen Bedarf nicht, weswegen an diesem Punkt die Eiweißsupplemtation ins Spiel kommt. Wegen des vergleichsweißen geringen Proteingehalts anderer aus Molke gewonnenen Proteine, müssen diese sehr hoch dosiert werden, was einerseits nicht nur auf den Geldbeutel schlägt, sondern andererseits auch auf Dauer Probleme im Verdauungstrakt bereiten könnte, da dem Körper aufgrund des Fettes in aus Molke gewonnenen Produkte meist nicht optimal verträgt. Schlussfolgernd stellt das Hydrolysat eine mögliche Lösung dieses Problems dar. Das Hydrolysat muss aufgrund des extrem hohen Eiweißanteils nur, in Relation zum Konzentrat und Isolat des Molkenproteins, niedrig dosiert werden. Die Dosierung liegt meist bei 20 bis höchstens 30 Gramm pro Portion. Der Einnahmezeitpunkt ist im optimalen Fall direkt nach der Trainingseinheit gewählt, da das Hydrolysat blitzschnell ins Blut geht und den Muskelaufbau somit ideal unterstützt. Aber auch vor dem Training ist eine Einnahme sinnvoll, da die im Hydrolysat enthaltenen BCAA’s den Muskelaufbau schon während des Trainings unterstützen. BCAA’s bestehen aus den Aminosäuren Isoleucin, Leucin und Valin.

Insbesondere Leucin fördert die Signalübertragung in den Muskelsträngen und optimiert so den Reiz zur Querschnittsvergrößerung. Isoleucin stellt die Energieversorgung der Muskeln sicher, während Valin die Nährstoffe Aufnahme dieser Sicherheit. Die in dem aus Molkenprotein gewonnenen Hydrolysat vorkommenden BCAA’s stellen also einen massiven Vorteil in Sachen Muskelaufbau dar. Die ebenfalls im Hydrolysat enthaltenden essentiellen Aminosäuren L-Isoleucin, L-Leucin, L-Lysin, L-Methionin, L-Phenylalanin, L-Threonin, L-Tryptophan und L-Valin sind auch Helfer um Muskeln möglichst effizient aufzubauen. Sie stimulieren den Zellaufbau im Muskel und verhindern ein Abfallen des Testestoronspiegels. Da sie in der hydrolysierten Form vorliegen, können sie den Muskel möglichst schnell erreichen, um ihm beim Aufbau zu unterstützen. Daraus lässt sich schlussfolgernd sagen, dass es durchaus sinnvoll ist, aus Molke gewonnenes Hydrolysat zu supplementieren.

Whey Protein Hydrolysat im Einkauf

Grundsätzlich gibt es beim Kauf eines Hydrolysats dieselben Punkte zu beachten wie bei anderen Whey Proteinen. Ein guter Anhaltspunkt für ein qualitativ hochwertiges Hydrolysat ist, dass die Zutatenliste knappgehalten ist. Sollten Sie viele chemische Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Aspartam oder diverse Konservierungsmittel, auf der Inhaltsliste vorfinden, sollten Sie möglichst die Finger davonlassen. Eine kurze Zutatenliste steht für qualitativ hochwertiges und gesundes Hydrolysat. Auch sollten Sie darauf achten, wo das Hydrolysat produziert wurde, um sicherzugehen, dass die entsprechenden Standards- und Richtlinien eingehalten werden. Am besten achten Sie auf Logos und Siegel, die darauf hinweisen, dass das Produkt in Deutschland hergestellt wurde und gesetzliche Hygiene- und Qualitätsstandards eingehalten wurden. Leider sind die qualitativ hochwertigsten Eiweiße meist auch gleichzeitig die teuersten. Um dabei möglichst kostengünstig vorzugehen, empfiehlt es sich beim Whey, Preise zu vergleichen und möglichst in größeren Mengen zu kaufen, da dabei der Preis pro Kilogramm meist weniger wird. Zudem ist darauf zu achten, dass bei einer höheren Konzentrierung des Proteins im Whey, der Geschmack merklich darunter leidet. Um dennoch ein aromatisch ansprechendes Hydrolysat zu finden, sollten Sie unbedingt die Kundenrezensionen auf der Anbieterwebsite lesen und die Erfahrungsberichte miteinander vergleichen.

Zielgruppenübersicht

Ein Whey Protein Hydrolysat empfiehlt sich…

  • Für (Kraft)Sportler, welche nach einer Lösung für die optimale Proteinzufuhr suchen, um effektiver Muskeln aufbauen zu können
  • Für (Kraft)Sportler, die in der Diät sind und nach einem Produkt suchen, dass ein günstiges Verhältnis von Kalorien zu Proteinen bietet
  • Für Menschen, bei denen sich vergleichbare Produkte in der Vergangenheit als unverträglich herausgestellt haben

Generell sollte es für jeden Sportler, speziell im Bereich Muskelaufbau, einen Versuch wert sein, ein Hydrolysat zu testen.

Fazit

Whey Protein Hydrolysat ist die dritte, am stärksten verarbeitete Stufe eines Molkenproteins. Es stellt die Form des Wheys mit dem höchsten Protein- und dem niedrigsten Kohlenhydrat- bzw. Fettgehalt dar und ist damit vor allem für den Muskelaufbau, speziell während der Diät geeignet. Die vorliegende Peptidform des Wheys zeichnet sich durch eine schnelle Verfügbarkeit und Proteinbiosynthese ab. Das zeigt sich auch in der hohen Biowertigkeit des Proteins. Mit seinem überragenden Aminosäureprofil, gekennzeichnet durch die vielen BCAA’S und EAA’S, unterstützt es den Muskel weitreichend bei der Querschnittsvergrößerung (Hypertrophie) und bei der Regeneration, sodass Sie schneller wieder leistungsfähig sind. Es ist auch die optimale Alternative für Menschen, die Laktoseunverträglichkeit aufweisen oder einfach vergleichbare Konzentrate und Isolate nicht gut vertragen haben. Auf dem Markt für Nahrungsergänzungsmittel gibt es ein breites Spektrum an angebotenen Hydrolysaten. Wichtig ist es hierbei vor allem, auf qualitativ hochwertige und möglichst regionale Zutaten zu achten. Um neben der Gesundheit, auch den Geldbeutel zu schonen, gilt es, Preise zu vergleichen und das Whey möglichst in größeren Mengen einzukaufen.