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Asparaginsäure im Muskelaufbau

Asparaginsäure wurde 1827 von französischen Wissenschaftlern in pflanzlichen Stoffen entdeckt und erstmals synthetisiert. Im Körper kommt Asparaginsäure aufgrund ihres sauren ph-Wertes meist in Form eines Aspartats, d.h. eines Salzes, vor. Die Aminosäure befindet sich in fast allen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln. Lebensmittel mit sehr hohem Gehalt an Asparaginsäure sind zum Beispiel Sojaprotein, Kabeljau, Käse oder Spirulina. Derivate der Asparaginsäure wirken bei Wirbeltieren und auch bei Menschen in über 50 % der Synapsen des zentralen Nervensystems als Transmitter. Aus Asparaginsäure wird auch der Süßstoff Aspartam gewonnen.

Essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren

Es gibt essentielle und nicht-essenzielle Aminosäuren. Essenzielle Aminosäuren können ausschließlich über die Nahrung aufgenommen werden, d.h. der menschliche Körper kann sie nicht von alleine bilden. Nicht-essenzielle Aminosäuren hingegen können im Körper gebildet werden. Asparaginsäure gehört zu den nicht-essenziellen Aminosäuren, kann also im Körper gebildet werden. Sie ist wichtig für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und kann die Ausdauer verbessern. Asparaginsäure ist für den menschlichen Körper lebensnotwendig. Die Höhe des Asparaginsäurespiegels hängt von der Ernährung und dem persönlichen Bedarf, ebenso wie vom Vorkommen und den Wechselwirkungen weiterer Aminosäuren im Körper ab.

Asparaginsäure und ihr Vorkommen in Lebensmitteln

Ein Mangel an Asparaginsäure ist so gut wie nicht möglich, da die Aminosäure in fast allen eiweißhaltigen Lebensmitteln enthalten ist und zusätzlich vom Körper selbst gebildet wird. Kommt es tatsächlich zu einer Unterversorgung mit Asparaginsäure, liegt meist eine generelle Mangelernährung, wie zum Beispiel eine Magersucht oder eine Bulimie vor. Hohe Belastungen wie Stress, Leistungssport oder Schlafmangel können einen erhöhten Bedarf an Asparaginsäure zur Folge haben und Mangelzustände begünstigen. Ein natürlich erhöhter Gehalt an Asparaginsäure ist unmöglich, da der Überschuss an Aminosäuren vom Körper über den Urin ausgeschieden wird. Bei der Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, also einer künstlichen Zufuhr von Asparaginsäure kann es zu einer kurzfristigen Erhöhung des Asparaginsäurespiegels kommen.

Asparaginsäure ist sehr resistent, das heißt sie ist nur sehr schwer in Wasser löslich und sehr hitzebeständig. Das Kochen von Lebensmitteln schadet ihr also nicht. Trotzdem ist es natürlich, unter anderem im Hinblick auf den Vitaminspiegel und die Darmgesundheit, ratsam für eine gesunde Ernährung so viel wie möglich rohe Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Positive Wirkungen der Asparaginsäure auf den menschlichen Körper und Geist

  • Gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Erhöhte Ausdauer
  • Besseres Durchhaltevermögen
  • Regulierung des Hormonhaushaltes
  • Erhöhung der Testosteronproduktion (beim Mann)
  • Erhöhte und schnellere Energiebereitstellung
  • Verbesserung der Reizleitung
  • – Verbesserung der Stressresistenz

  • Vitalisierende Effekte
  • Positive Wirkung auf das Muskelwachstum
  • Verminderter Abbau von Muskelmasse
  • Verbesserte kognitive Leistungsfähigkeit (Konzentration, Erinnerungsvermögen, Reizleitung)
  • Schutz von Leber und Nieren mit anregender Funktion und Blutreinigung
  • Stärkung des Immunsystems

Zusammenhang von Asparaginsäure und dem männlichen Sexualhormon Testosteron

Das männliche Sexualhormon Testosteron ist verantwortlich für einen vermehrten und schnellen Muskelaufbau. Je höher der Testosterongehalt im Körper, umso mehr Energie ist vorhanden, um mit geringerem Aufwand mehr Muskelmasse aufzubauen. Das weibliche Sexualhormon Östrogen wirkt genau gegenteilig. Deshalb ist es für Frauen erheblich schwerer, Muskelmasse aufzubauen. Manche Frauen benutzen trotzdem testosteronsteigernde oder testosteronhaltige Supplemente im Training. Zu viel Testosteron entspricht aber nicht den natürlichen Hormonspiegel der Frau, und kann dem weiblichen Körper schaden und ihn verändern bis hin zu einer „Vermännlichung“. Bei männlichen Bodybuildern ist eine künstlich herbeigeführte Testosteronsteigerung hingegen durchaus vertretbar. Wer kein reines Testosteron einnehmen will, kann täglich beispielsweise 3 g Asparaginsäure zu sich nehmen, was einen Anstieg des Testosterons im menschlichen Körper von bis zu 40 % zur Folge hat. Gleichzeitig kommt es zu einem Anstieg von Luteinisierenden Hormonen um bis zu 25 %. Luteinisierende Hormone sind Hormone zur Regelung der Fortpflanzung. Im weiblichen Körper wirken sie positiv auf Eisprung und Gelbkörperbildung. Beim Mann fördern sie die Libido sowie die Bildung von Spermien und werden deshalb in der Medizin auch zur Behandlung von Zeugungsunfähigkeit eingesetzt.

Dosierung von Asparaginsäure als Nahrungsergänzungsmittel

Viele Anwender von Asparaginsäure berichten über eine deutliche Leistungssteigerung und ein intensiveres Training. Empfohlen wird einer Einnahme von nicht mehr als 3 g am Tag, da es bei einer Überdosierung von Asparaginsäure zu einer Überlastung der Leber und zu heftigen Bauchschmerzen kommen kann, was einen Krankenhausaufenthalt zur Folge haben kann. Die genauen Auswirkungen einer Überdosierung von Asparaginsäure sind aber bisher nicht wissenschaftlich erforscht. Die Einnahme von 3 g oder weniger am Tag ist mit sicherheit auch über einen dauerhaften Zeitraum unbedenklich.

Wirkung der erhöhten Zufuhr von Asparaginsäure

Asparaginsäure wirkt am besten in Kombination mit anderen Substanzen. Beispielsweise kann Sarkosin zusammen mit Asparaginsäure eine verbesserte Wirkung herbeiführen. Das gleiche gilt für den Östrogen- und Aromatasehemmer Resveratrol. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass in einem Produkt mit Asparaginsäure ebenso Zink, Calcium und Vitamin B6 enthalten sind. Diese Substanzen regeln einen gesunden Testosteronhaushalt und eine optimale Synthese des Sexualhormons. Nur so kann die zugeführte Asparaginsäure ihre volle Wirkung entfalten. Normalerweise beginnt ein Asparaginsäure-Produkt bereits nach zwölf Tagen zu wirken, da sich nach dieser Zeit der Hormonspiegel aufgebaut hat.

Asparaginsäure gehört zu den proteinogenen Aminosäuren. Gebildet wird sie in der Hirnanhangdrüse, in den Hoden und im Hypothalamus. Grundsätzlich ist es leicht, darauf zu achten Asparaginsäure vermehrt über die Nahrung zu sich zu nehmen, da sie in fast allen eiweißhaltigen Lebensmitteln vorkommt. Wer eine zu 100% optimale Versorgung mit Asparaginsäure erreichen will, greift zu einem Nahrungsergänzungsmittel bzw. zu einem Protein-Booster. Solche Produkte sind meist in Form von Kapseln im Internet oder im Sportfachhandel erhältlich. Man kann sie normalerweise problemlos auf nüchternen Magen einnehmen. Die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis sollte vormittags oder vor dem Training eingenommen werden, die andere Hälfte am Abend oder bevor man ins Bett geht. Eine Verwendungsdauer von mindestens 4-6 Wochen wird empfohlen, bis sich erste Veränderungen des Körpers einstellen. Asparaginsäure-Produkte sind aber kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Sie können ihre Wirkung nur dann voll entfalten, wenn der Sportler seinen Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Asparaginsäure sollte vor allem in trainingsintensiven Phasen eingenommen werden, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Es bestehen Vermutungen darüber, dass Protein-Booster mit Asparaginsäure am besten oder sogar ausschließlich wirken, wenn beim Anwender ein niedriger Testosteronspiegel vorliegt. Wissenschaftliche Studien dazu gibt es bisher nicht. In jedem Fall sind Supplemente auf Basis von Asparaginsäure zwar eine weniger wirksame, dafür aber eine gesunde Alternative zu Steroidpräparaten.